Andreas Rohde: Nichtraucherschutzgesetz NRW kann man in der Pfeife rauchen

Andreas Rohde, NRW-Listenkandidat für die Bundestagswahl, hat das Wahlprogramm für eine sinnvolle Suchtpolitik mitgeprägt. Knapp drei Monate nach Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes in NRW zieht er eine erste Bilanz des offensichtlich undurchdachten Gesetzes:

Nichtraucherschutz ist gut und richtig. Das stelle ich nicht in Frage. Und ich kenne auch keinen, der das tut. Aber beim Thema Nichtraucherschutz in NRW muss man schon etwas genauer hinschauen. Man sollte die richtigen Fragen stellen. Man sollte Informationen hinterfragen. Man sollte Absichten erkennen. Und man darf nicht vergessen, dass es hier um ein völlig legales Genussmittel geht.

Was soll ein Nichtraucherschutzgesetz bewirken?

Für mein Verständnis soll es Nichtraucher schützen. Und das nur dort, wo Nichtraucher zwingend sein müssen und dem Raucher nicht ausweichen können. Auch ein Rauchverbot in der Speisegatronomie finde ich völlig ok. Ebenso in Bus, Bahn, Behörden und einigen anderen Einrichtungen, wo Nichtraucher sich nicht freiwillig aufhalten.
Sehr wichtig ist für mich, dass es wirklich belastbare Ermessensgrundlagen für so ein Gesetz gibt. Wo der Staat etwas verbieten oder einschränken will, da dürfen nicht Vermutungen, Hörensagen und persönliche Vorlieben maßgeblich werden.
Ebenso ist mir wichtig, dass so ein Gesetz genau das – und nur das – tut, was dran steht. Es darf nicht dazu führen, dass der Titel zwar auch irgendwie mit erfüllt wird, aber in einem ganzen Haufen viel weiter gehender Absichten untergeht.

War der Nichtraucherschutz vor dem 1. Mai 2013 in NRW tatsächlich so schlecht?

Nein. Der war in Grunde gut so. Und vor allem war der gesellschaftlich akzeptiert.
Nichtraucher hatten bereits da 80 Prozent rauchfreie Gastronomie zur Verfügung. An vielen Stellen, auf die das jetzige Gesetz ausgeweitet wurde, gab es überhaupt keine Konflikte. Die wurden damit erst geschaffen.
Ja, es gab Fälle, in denen das Gesetz hätte besser umgesetzt werden müssen. Aber es hätte kein neues und derart radikales Gesetz gebraucht.

Was treibt die grüne Gesundheitsministerin an? Warum zeigt sie sich so völlig kompromisslos?

Dazu muss man eigentlich nur folgendes Dokument lesen und wissen, dass die Vertreterin dieser Forderungen eine gute persönliche Freundin von Frau Steffens ist:
http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publ…

In allen Anhörungen und Ausschusssitzungen zum Gesetz passierte immer das Gleiche:
Viele Gruppen, Fachleute und Interessenvertretungen brachten ihre Argumente vor. Am Ende jedoch zählte für die Ministerin trotzdem alleine der Beitrag ihrer Freundin vom DKFZ. Es war mehr als offensichtlich, dass alles andere nur geduldig angehört und ganz sicher keine Beachtung finden würde.
Gleiches gilt für diverse Änderungsanträge der Piratenfraktion, mit denen die das Gesetz zu dem zurückführen wollte, was seine eigentliche Intention ist: Nur Nichtraucher schützen.

Es wurden sogar vom Ministerium selbst in Auftrag gegebene Gutachten still in der Schublade verschwinden gelassen, weil sie belegten, dass die Ministerin falsch lag.

Was wurde über die Gaststättenfrage hinaus – auch zwischen den Zeilen – ins Gesetz geschrieben?

Das ist vor allem eine gesetzlich verordnete Vorbildhaltung. Rauchen soll möglichst weitgehend aus der Öffentlichkeit gebannt werden. Vor Kindern soll es als schlechtes Vorbild gebrandmarkt sein.

Die Nutzer von E-Zigaretten kamen mit in den Verbotsschirm. Zwar gibt es da nachweislich (!) keinerlei Fremdgefährdung, aber für die Ministerin reicht – wie üblich – schon die unwissenschaftliche Vermutung vom DKFZ, es könne ja vielleicht eine geben.
Interessant: Während der Entstehung des Gesetzes gab es diverse Nachfragen, ob die E-Zigarette durch die Erwähnung in der Gesetzesbegründung (nicht im Gesetzestext selbst) tatsächlich erfasst würde. Dies wurde beschwichtigend verneint. Kaum ist das Gesetz gültig, stellt sich das NRW-Gesundheitsministerium auf die gegenteilige Position und weißt die kommunalen Ordnungsämter an, die E-Zigaretten wie Tabakzigaretten zu handhaben.

Was bewirkt die Novellierung durch Rot-Grün in der Gesellschaft?

Diese Frage ist hierbei die wohl spannendste. Oberflächlich betrachtet erleben wir das, wogegen momentan die meisten Gegner auch protestieren. Heftige Umsatzeinbußen besonders in den kleinen Kneipen. Die Zeitungen sind voll davon. Denn die sogenannten Einraum- oder Eckkneipen leben nun mal zu einem erheblichen Teil von den Rauchern. Selbst Nichtraucher beklagen, dass die Gemütlichkeit weg ist, dass Thekengesellschaften sich nun aus einen ständigen Kommen und Gehen befinden, dass sich das, was sich zuvor vor dem Zapfhahn abspielte, nur vor die Türe verlagerte. Stellenweise bringt dieser Umstand dann auch entnervte Anwohner mit sich. Und Wirte, die sich nun zu ständigen Hilfsscherrifs der Ordnungsämter verurteilt sehen. Denn denn die Interpretation des Gesetzes erlegt ihnen die Aufsicht über ihre vor die Tür verbannten Gäste auf. Unter Strafandrohung.
Sämtliche Festzelte des Landes haben jetzt das gleiche Problem. Manche Veranstalter kapitulieren schon, weil die Zelte nur noch halbvoll sind und sie so die nötige Aufsicht finanziell nicht stemmen können

Die Landesregierung versprach den Wirten und Veranstaltern im Vorfeld ja, dass massenweise Nichtraucher nur auf dieses kompromisslose Gesetz gewartet hätten, um ab dem 1. Mai die fernbleibenden Raucher als Gäste abzulösen. 11 Wochen später bleibt das Fazit: Leere Theken, volle Bürgersteige, teils aber auch einfach kaum noch Gäste.
Nein, es gibt diese Massen wartender Nichtraucher einfach nicht. Und die gab es auch in den anderen Ländern nicht, auf die die Regierung im Vorfeld immer berief. Überall, wo in den letzten Jahren strenge Rauchverbote eingeführt wurden, da starben auch die kleinen Gaststätten weg. das war in Irland so. Das war in Italien so. Das war in Paris so.

Die Nichtraucher – so sie sich eben nicht in Gesellschaft von Rauchern aufhalten wollen – hatten schon vor dem 1. Mai ihre rauchfreien Gaststätten. Die haben einfach keinen Bedarf daran, dass jetzt die letzten Gaststätten auch noch rauchfrei wurden. Die, die nicht auch vorher dort waren, gehen auch jetzt nicht da hin. Aber gut zu wissen, dass die Raucher, Angestellten und Betreiber aus den vormaligen Raucherkneipen jetzt vollen Gesundheitsschutz genießen…vor der Türe oder eben gleich zuhause. Und mancher sicher sehr bald auf vor dem Arbeitsamt.

Und der Angestelltenschutz?

Es hieß ja auch immer, das es gelte die Angestellten vor Passivrauch zu schützen. Wissenschaftlich belegte Tatsache ist, das Angestellte in der Gastronomie nie in der Liste gesundheitlich besonders gefährdeter Arbeitnehmer standen. Tatsache ist auch, dass besonders in den jetzt betroffenen kleinen Gaststätten die Betreiber und Angestellten zu einem besonders hohen Anteil selbst Raucher sind. Ungefähr 2 Drittel der Bevölkerung sind Nichtraucher. Schon vor dem 1. Mai waren wie gesagt 80 Prozent der Gaststätten – und somit möglicher Arbeitsplätze für nichtrauchende Angestellte – rauchfrei. Passte eigentlich ganz gut. Passte nur nicht in ein ideologisch motiviertes Gesetz.

Die Passivrauchfrage:

Es gibt wohl nur wenige, die dem sogenannten Passivrauch eine gewisse gesundheitliche Fremdgefährdung absprechen. Aber es gibt schlicht keine einzige wissenschaftlich haltbare Studie, die hier handfeste Krankheits- und Todesfälle belegt. Trotzdem geht das Deutsche Krebsforschungszentrum hin und behauptet, dass es 3300 Passivrauchtote jährlich gebe. Von quasi allen großen Medien zigfach abgedruckt, jedoch nie journalistisch hinterfragt. Dabei wäre es sehr leicht gewesen, diese höchst manipulierte Aussage zu entlarven. In der DKFZ-Pseudostudie werden einfach mal Todesfälle von über 75-85-Jährigen alleine dem Passivrauch zugeschoben. Von Fällen jüngerer Betroffener liest man dort nichts.
Für aufmerksame Leser dieser sogenannten Studie ergibt sich daraus sogar eine ganz gegenteilige Aussage. Aber dafür muss man es schon lesen und verstehen, nicht nur abschreiben, was andere schreiben und willkürliche Interpretationen wiedergeben.

Nein, das DKFZ ist alles andere, als eine neutrale Bewertungsinstanz. Unter Matrina Pötschke-Langer wurde das DKFZ zum deutschen Sprachrohr der internationalen Antiraucherbewegung. Das diese mit der NRW-Gesundheitsministerin persönlich gut befreundet ist, macht manches vielleicht etwas nachvollziehbarer. Wer sich mal 10 Minuten Zeit nimmt, um die vom DKFZ vertretenen mittelfristigen Pläne in Bezug auf nationale Rauchverbote [1] zu lesen, der sollte sich vorher eine rauchen oder alternativ Baldrian einnehmen. Was dort gefordert wird, dass können aufrechte Demokraten nur als widerlich und erschreckend empfinden. Was dort steht ist nicht weniger als die Forderung nach Prohibition, Denunziantentum und Schauprozessen.

In der Folge darf es nun auch nicht wundern, wenn genau das vom DKFZ geforderte Denunziantentum nach dem 1. Mai in NRW auch umgehend losging. Das Kölner Ordnungsamt forderte seine Bürger offen auf, Raucher mittels eines Beschwerdeformulars anzuzeigen. Selbsternannte Bürgerscherrifs patrouillieren durch die Kneipenviertel. Raucher werden bereits jetzt sehr viel häufiger angepöbelt als zuvor. Und das überall, nicht nur dort, wo das Gesetz es verbietet.
Und das ist nur der Anfang. Punkt 1 für das DKFZ. Der Plan geht langsam auf… dank einer Landesregierung, die sich hat vor einen zutiefst ideologischen Karren spannen lassen.

Dieses Gesetz legt es bewusst auf eine Spaltung an. Es hat erste Rauchverbote selbst unter freiem Himmel eingeführt. Es hat Rauchverbote nicht nur in geschlossenen Räumen, sonder auch auf ganzen Einrichtungsgeländen eingeführt. Senioren müssen jetzt ihre Pflegeeinrichtung zum Rauchen komplett verlassen. Studenten müssen dafür komplett runter vom Campus.

Dieses Gesetz soll bewusst als viel weitergehendes Rauchverbot wahrgenommen werden, als es eigentlich im Text steht. Und das tut es auch. Kaum gültig, schon berufen sich Mieter auf angebliche Gesundheitsgefährdung durch (in der eigenen Wohnung) rauchende Nachbarn. Sofort urteilen erste Richter alleine aufgrund der schon erwähnten angeblichen 3300 Passivrauchtoten, dass Wohnungskündigungen aus diesem Grund jetzt möglich sind. Rechtliche und wissenschaftliche Grundlagen: Fehlanzeige. Hörensagen reicht. Es stand ja so oft schon in der Zeitung. Es muss daher wahr sein. Punkt 2 für das DKFZ. Der Plan geht auf.

Das sind erste warnende Anzeichen. Man darf es sich in diesem Thema einfach nicht so leicht machen und das Nichtraucherschutzgesetz auf eine Kneipenfrage reduzieren. Hier steckt für ein friedliches und tolerantes Miteinander in unserer Gesellschaft gewollter Sprengstoff drin. Was wir heute sehen, das kann durchaus als brennende Zündschnur verstanden werden. Macht das nur mir Sorge?

20 Kommentare

  1. 1
    Florian Kaldenberg

    Wo lebst du denn? Von den knap 20 Kneipen in unserer Stadt war vor dem Rauchverbot NICHT EINE rauchfrei.
    Und wer sucht sich seine Kneipe nach dem Raucherstatus aus? Das ist ein Witz ohne gleichen. Man sucht sie sich nach den Leuten, der Musik und der Atmosphäre aus.
    Ich finde das aktuelle Rauchergesetz in NRW in seiner jetzigen Form super. Man könnte es evtl noch auf Außenbereiche und Biergärten ausweiten. Dann hat jeder die gleichen Bedingungen.

    Man muss einfach mal eins im Auge behalten. Raucher schädigen aktiv und mit voller Absicht sich selbst und was noch schlimmer ist alle in ihrer Umgebung. Und wenn es nicht 3300 passiv rauchende Tote sind, sondern nur einer… wieviele Menschenleben sind es dir wert das Raucher ihr Luxus-Genuss-Suchtmittel an Gesellschaftsorten konsumieren dürfen.
    Denk mal drüber nach.

    • Sorry, Florian, aber bist du dir deiner faschistischen Ansicht eigentlich bewusst? Mit deiner Argumentation bzw. Forderung machst du nichts anderes, als Leuten DEINEN Willen AUFZUZWINGEN.
      Raucher schädigen sich also bewusst selbst. Ok, dann erwarte ich jetzt von dir, dass du dich ebenfalls für ein striktes Alkoholverbot aussprichst, denn Trinker schaden sich eben falls und, falls dir das nicht bekannt sein sollte, oftmals auch anderen (Unfälle unter Alkoholeinfluss, Gewalttaten unter Alkoholeinfluss etc.pp).
      Ach, und wenn es um die Selbstgefährdung geht, auf jeden Fall alle Sportarten verbieten, bei denen man sich verletzen könnte.
      Meine Güte, was für ein Bullshit, diese Argumentation mit der Selbstschädigung.

      • Falsch. Raucher zwingen ihre Schadstoffe den Nichtrauchern auf, und das wäre nach deiner Diktion auch faschistisch. Vor dem Rauchverbot gab es keine rauchfreien Kneipen, wo man sein Feierabendbier trinken konnte.

        Die NRW-Piraten vergraulen durch ihre Pro-Rauch-Politik mehr Wähler als sie anlocken. Wir sprechen uns nach der Wahl wieder.

    • Rouven Lorey

      Ich kann Farlion nur zustimmen. Wer erlaubt euch, über andere zu bestimmen? Wieso nehmt ihr euch das Recht heraus, über mein Wohl bestimmen zu wollen? Ich rauche nun seit 6 Jahren, ich bin körperlich fit, habe keinerlei Beschwerden und mir geht es gut. Sofern es mir möglich war, habe ich IMMER darauf geachtet, niemanden mit meinem Rauch zu belästigen, habe vor Kindern nicht geraucht und z.B. an Bahngleisen ging ich zum rauchen stets dort hin, wo keiner steht.
      Ich wohne über einer Kneipe und seit dem ersten Mai kann ich am Wochenende nicht vor 3 Uhr nachts schlafen, weil alle Raucher auf die Straße verbannt werden und eine erhebliche Lärmbelästigung da natürlich nicht ausbleibt. Der Betreiber der Kneipe kriegt von allen Seiten Druck (Ordnungsamt, Besucher der Kneipe, Anwohner) kann aber nichts dagegen tun.
      Wer anfängt, öffentliches Rauchen zu verbieten, der sollte gleich Alkoholkonsum (dieser schadet erheblich mehr, sowohl den Konsumenten, als auch seine Mitmenschen) und Autos (die Abgase sind schädlich für Umwelt und Mensch) verbieten.
      Ich persönlich finde, dass in Büros, Zügen, Öffentlichen Gebäuden und in Restaurants ein Rauchverbot vollkommen legitim ist. Aber in Biergärten, an Bahngleisen, in Kneipen und ähnlichen Einrichtungen ist emeiner Meinung nach ein Gesetzliches Rauchverbot äußerst diskriminierend und unangebracht.

    • Ab in die USA oder lieber nicht ?
      Angeblich 12.000 Passivrauchertote
      Die WHO hat auf die BRD runtergerechnet
      Nachweislich 30.000 Schusswaffentote
      Die Waffensteuer wurde in der BRD abgelehnt.
      Raucher zahlen wenigstens ihre Tabaksteuer

  2. 2
    Florian Kaldenberg

    deinen faschisten kannste mal stecken lassen. ich zwinge niemanden meinen willen auf. ich bin nur strikt dagegen das andere durch das eigene rücksichtslose und egoistische verhalten geschädigt werden.

    die selbstschädigung ist mir per se ja ziemlich egal.. jeder kann sich verstümmeln wie er mag.
    wo ich ein problem mit hab, ist das man andere schädigt. und das tut man durch den eigenen konsum von alkohol nicht. wer charakterlich nicht in der lage ist sich, auch unter alkoholeinfluss, unter kontrolle zu halten, sollte es lassen. wer betrunken fährt oder meint sich körperlich auseinander zu setzen zu müssen der macht sich damit strafbar. einen körperverletzungstatbestand fürs erzwungene mitrauchen gibts leider nicht.

    aber du erkennst den unterschied zwischen automatisch alle im umfeld schädigen und andere schädigen weil man sich selbst nicht unterkontrolle hat?

    • Absolut richtig, Florian! Genau meine Meinung! Vor Allem, da sich bei der alten Gesetzesvorgabe keiner dran hielt, sondern ein „Raucherclub“-Schild ins Fenster gehangen und munter weiter gequalmt wurde, selbst dort, wo man richtig essen konnte. Somit haben die Wirte es sich mit dieser dummen „Raucherclub-Nummer“, mit der sie die Nichtraucher verarschen wollten, selber versaut. Wären es wirklich nur die verqualmten alten Eckkneipen gewesen, die mal eine Frikadelle an der Theke verkauft haben, hätte sich keiner geärgert und es wäre beim alten Gesetz geblieben!
      Ausserdem ist dieser Blogbeitrag schon im 2. Satz absolut falsch! Der Nichtraucher soll da geschützt sein, wo er sich aufhalten möchte, nicht wo er zwingend sein muss! Es wäre ja noch schöner, wenn sich gesundheitsbewusste Menschen, die ihren Körper und frische Luft wertschätzen, den Suchtkranken unterordnen müssten mit ihren Freizeitaktivitäten. Ich halte das für eine populistische Wahlkampf-Aktion!

    • Chapeau für diesen Schwachsinn..genau solche Bücklinge braucht eine schon fast diktatorisch anmutende Regierung!!

  3. 3

    Ich hoffe mal für alle Nikotingegner das
    sie es nie als Medizin brauchen werden.
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/allgemeinmedizin/article/800694/nikotin-kurbelt-omas-gedaechtnis.html
    Das ist nur ein Beispiel.
    Aber glaubt mal immer schön weiter was die WHO euch
    weismachen möchte.
    Nachfragen macht ja Mühe, besser alles glauben.

  4. 4

    Ich finde es befremdlich, wenn Herr Rohde ständig mit Landtagsthemen in den Bundestagswahlkampf zieht. Hat er überhaupt begriffen für welches Amt er kandidiert?

    • Andreas Rohde

      Durchaus, Heinrich. 🙂

      Ich ziehe hier nicht in den Wahlkampf, sondern engagiere mich kontinuierlich in Themen, die mir wichtig sind. Die werden politisch auf verschiedensten Ebenen behandelt.
      Gerade ist es im Thema Nichtraucherschutz eben NRW, das sich mit diesem Gesetz auf einen – wie ich finde – ganz schlechten Weg begibt. Derart schlecht, das ich davor warne. Daher steht es jetzt auch im Vordergrund.
      Große Bundesländer wie NRW haben schon immer Bundespolitik mitgeprägt, Richtungen vorgegeben, Trends gesetzt.
      Das passiert auch aus der anderen Richtung. Auch was derzeit in diesem Thema im Brüssel passiert wird starken Einfluss auf die Bundespolitik haben.
      Mein Tellerrand ist da etwas größer… 🙂

      Liebe Grüße…

      • Die strengeren Gesetze seit dem 1.Mai sind absolut unnötig. Ich kenne niemanden, ob Raucher oder Nichtraucher, der sich daran gestört hätte. Aber warum einfach wenn es auch schwer geht ? Die Entscheidung als Nichtraucher ein Raucherlokal zu besuchen oder als Raucher ein Nichtraucherlokal, sollte dem mündigen Bürger selbst vorbehalten bleiben und nicht per fragwürdigem Gesetz über die Köpfe des Volkes entschieden werden. Lasst die Gastronomen doch selbst entscheiden ! Wenn jedes Lokal als „Nichtraucher-“ oder „Raucher“-Lokal direkt an der Türe gekennzeichnet wäre, dann würde sich der Nichtraucher entscheiden können, ob er dieses Lokal besucht oder nicht und der Raucher wüßte gleich, dass er hier nicht Rauchen darf. (Letzterer ist daran ja schon gewöhnt) Zudem ist diese Gesetzgebung auch nicht objektiv, da sie durch Nichtraucher und Rauchgegner geschaffen wurde. Und dann wird auch noch aus Alibigründen mit Ekelbildern auf den Packungen geheuchelt. Hauptsache die Steuergelder aus dem Tabakverkauf leiden nicht darunter, denn diese Einnahmen gehören zu den wichtigsten und höchsten im Lande.

  5. 5
    Angelika Schäfer

    Ich bin eine der Kneipenangestellten die zum 01.08.2013 ihren Job verliert auf Grund der enormen Umsatzeinbussen von meinem Chef seit dem das Gesetz in Kraft ist sitzen wir meist alleine in der Kneipe. Ich glaubi nicht das das im Sinne des Erfinders ist . Und wenn ich dann noch so dumm deutsche Aussagen wie von Florian Kaldenberg geht mir gelinde gesagt der Hut hoch !!! Ich bin Mutter eines 5 Jahre alten Jungen und war und bin auf diesen Job angewiesen weil ich da die Schichten so legen kann wie mein behinderter Sohn betreut wird , dieser Job ist nun weg. Und mal ganz ehrlich es hat sich vor dem Gesetz kein Nichtraucher beschwert, ganz anders sieht es seit dem 01.05.2013 aus, es wird sich dauernd beschwert das die Gemütlichkeit weg ist weil eben die Raucher draussen sind mittlerweile ist es jetzt so das sebst die Nichtraucher draussen bei den Rauchern stehen wenn den mal Leute in der Kneipe sind!!!! Und so geht es nicht nur meinem Chef so geht es im Kreis Aachen jeder Kneipe!!! In meinen Augen war das Gesetz nicht wirklich durchdacht da gibt es einige Fehler drin. Ich wünsche in dem Sinne einen schönen Tag

    • Genau was ich meine. Das ist doch „Panne“ wenn die Nichtraucher jetzt draußen bei den Rauchern stehen, kann es früher wohl nicht so schlimm gewesen sein…. Ich wünsche dir schnell einen neuen flexiblen Job !

    • Ich denke mal,das liegt sehr wohl im Sinne des Erfinders,Angelika.
      Die „paar“ Arbeitslosen mehr werden statistich sowieso „weggeschönt“,heisst im Klartext,solltest du gezwungen sein zur Arge zu gehen wird dir wahrscheinlich ein Gabelstaplerkurs oder ähnlich nutzloser Schwachfug auferlegt.Mir springt ob so eines Bullshits a la Florian Kaldenberg auch der Draht aus der Mütze…das sind meines Erachtens Leute,die noch nicht registriert haben,daß wir leider nur noch in einer Scheindemokratie leben..echt bedenklich solche Tendenzen.Hoffentlich findest du schnell einen für dich tragbaren Job.

  6. 6

    Nun, ich versteh solche Äußerungen wie die von Mr Kaldenberg auch nicht. Ich habe zu Zeiten der Zweiraumlösung nie unzufriedene Kneipenbesucher erlebt. Nichtraucher waren in Ihrem, Raucher in ihrem Bereich. Oft (!) genug waren sogar die Raucher bei den Nichtrauchern zum Kartenspielen oder Darten oder was auch immer und gingen zum Rauchen in den Raucherbereich. Aber aus IDEOLOGISCHEN Gründen darf es heute keinen solchen mehr geben. Bzw. nur vor der Tür -was zu dem ewigen Rein-und-raus-gerenne führt was jeden Gemütlichkeit killt. Ständig laufen hinter deinem Rücken 3 Leute raus, 2 kommen wieder rein, vier gehen raus… Ich bin auch ziemlich überzeugt das solche Verfechter nie -oder nur höchst selten- überhaupt in Kneipen gehen. Auch die Formulierungen sind so hassgesättigt….
    Ich bin auch dafür A die Wirte entscheiden zu lassen ob die ihre eine Raucher bzw. Nichtraucherkneipe sein soll und bei Kneipen die es räumlich zulassen zur alten 2-Bereiche-Ordnung zurückzukehren.
    Das was sich momentan abspielt riecht mir sehr nach Bevormundung und gesellschaftlicher Umerziehung.

  7. 7
  8. 8

    Keine Ahnung, wie diese „80 Prozent rauchfreie Gastronomie“ zustande kommen. Praktisch überall, wo ich in NRW war, wurde früher geraucht. Vielleicht sind ja vor allem Restaurants rauchfrei, andere Gastronomie eher nicht.

    Seit dem neuen Nichtraucherschutzgesetz ist immerhin gefühlt die Hälfte rauchfrei. Einen Gästeschwund konnte ich dort nicht erkennen. Mehrmals haben mir Bedienungen gesagt, dass sie froh sind, dass nicht mehr geraucht wird.

  9. 9

    Laut einem Bericht im Fernsehen sind die Gaststätten Wirte der festen Überzeugung, dass ein spürbarer Teil der Gäste seit dem Rauchverbot ausgeblieben ist. Wesentlich mehr Leute sollen neben ihrem Glimmstängel ein kühles Blondes bestellt haben, doch angeblich ziehen sie dies ab sofort lieber in heimischen Gebieten vor. (Quelle: Sat.1)

  10. 10

    Apartheid in Lokalen und die Verbannung von Nichtrauchern kann natürlich kein Ziel sein. Niemand war gezwungen in einer Kneipe zu rauchen, deswegen braucht es auch keinen Raucherschutz in Kneipen, da man zu jeder Zei die Freiheit hat, draussen zu rauchen.

    Einen NR-Schutz mit dem Argument abzulehnen „da muss der NR ja nicht hin“ ist absurd, natürlich müssen und sollen NR auch am sozialen Leben teilnehmen.

    Und – sorry – das dümmste Argument ist, „dass es ja auch Raucher unter den Angestellten gibt“. Ja, sorry, erstens gibt es genügend nichtrauchende Angestellte, und zweitens gilt doch ein Alkoholverbot doch auch dann, wenn alle Busfahrer Trinker wären, gelle?

    Da es jetzt ja sogar Umsatzsteigerungen gibt – 3,6% im Vergleich zum letzten Jahr – zeigt ja, das es kein Argument und kein Grund für das alte Gesetze gab.

    Ihr Artikel ist populistisch und hätte man eher auf der Seiten der FDP erwartet.

    Apartheid und Raucherterror Nein Danke!

    Es sind MEINE Lungen, egal ob in der Bar, Eck- oder sonstewas Kneipe.

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