James Bond würde Samstag in Hannover gegen Prism und Tempora demonstrieren

Foto: Dorothee Rietz

Markus Kompa, Fachautor für Geheimdienste und Bundestagskandidat 006 der NRW-Liste, ruft zur Anti-Prism-Demo auf:

Der jüngste James Bond-Film, war nicht nur sehr spannend und unterhaltsam, sondern bot auch ernsthafte Themen, die uns Piraten am Herzen liegen. Der dortige Bösewicht betreibt eine Leak-Plattform, auf der er als Ex-Geheimdienst-Insider sensible Daten streut. Der Insider erlangt schließlich die Kontrolle über die elektronischen Überwachungssysteme – in London, einer durch und durch überwachten Stadt, zweifellos eine Machtposition.

Vergangene Woche hat sich ein MI5-Agent kritisch zu TEMPORA geäußert. Zu mächtig und unkontrollierbar. Was wäre, wenn eines Tages die falsche Regierung das Ruder übernimmt? Wir hätten keine Chance. In Deutschland hatten wir zwei totalitäre Systeme, und angesichts der Begehrlichkeiten des unheimlichen Dr. Wolfgang Schäuble, der vor ein paar Jahren nach dem Vorbild des GCHQ eine deutsche Abhörzentrale forderte, bin ich mir nicht so sicher, ob wir noch sehr weit von einem Polizeistaat entfernt sind.

Diesen Samstag setzen parteiübergreifend Menschen mit Rückgrat in Hannover ein Zeichen gegen den Überwachungswahn und laden zur Demo gegen Prism ein. Es ist an der Zeit, Haltung zu zeigen. 1984 war eine Warnung, keine Anleitung.

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