Markus Barenhoff diskutiert mit der Telekom über Netzneutralität

Letzte Woche hielt u.a. Markus Barenhoff, IT-Experte und Listenkandidat NRW für den Bundestag, eine erste Mahnwache auf dem Telekom-Campus in Bonn gegen die Drosselkom-Pläne. Schon nach kurzer Zeit ließ sich Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH bei uns sehen, wo er mit uns über Netzneutralität diskutierte. 

Diese Woche wurde nun bekannt, dass die Telekom die geplante Drossel zumindest drosseln will: Statt auf 384 KBit/s Surfgeschwindigkeit soll nun nur noch auf 2 MBit/s herunter gedrosselt werden.

Ein versöhnliches Zeichen. :)

Reicht uns aber nicht. :(

Denn wenn man erst einmal eine solche Stellschraube einführt, dann wird da auch dran gedreht. Mit der Netzneutralität ist es wie mit “ein bisschen schwanger” – entweder netzneutral, oder halt nicht. Da die Drossel ohnehin erst in ein paar Jahren eingeführt werden soll, müssten sich halbe Zugeständnisse auch am zu erwartenden Nutzerverhalten orientieren. Genauso wenig jedoch, wie heute die Angebote und damit die Nutzeransprüche auf dem technischen Niveau von 2003 angelegt sind, wird man in wenigen Jahren mit dem Mindeststandard von heute zufrieden sein.

Sofern eine Bevorzugung von Datenpaketen nicht technisch begründet ist, etwa bei Live-Kommunikation, gehen die Telkos die Inhalte und deren Ausmaß nichts an.

2 Kommentare

  1. 1
    Hans-Erik Gaßner

    Wenn die damit durchkommen ist das wie ein Dammbruch. Alle Anbieter wollen an der Bevorzugung von Daten verdienen. Und damit wäre dann niemanden mehr gedient, weil Daten eben nicht nur über einen einzigen Anbieter fließen. Dann ist das Internet nur so schnell wie der gedrosselste Knoten, egal was eine Einzelfirma zum Durchleiten kassiert. Das Internet wird dann unbenutzbar.

  2. 2

    […] hatten im Mai/Juni in Köln und Bonn gegen die Drosselpläne der Drosselkom den Aufstand geprobt. Am Firmensitz in Bonn hatten wir auch freundliche Gespräche […]

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