Markus Kompa mahnt GCHQ ab

Markus Kompa, Rechtsanwalt und Bundestagskandidat der Piratenpartei, hat den britischen Abhörgeheimdienst GCHQ wegen einer mutmaßlichen Verletzung seines Urheberrechts abgemahnt. Kompa, der kritisch über Geheimdienste publiziert, hat Grund zu der Annahme, dass der Geheimdienst eine E-Mail mit einem von ihm gezeichneten Kunstwerk abgefangen hat und dauerhaft speichert.

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein. Auch Geheimdienste dürfen nicht das geistige Eigentum der Künstler raubkopieren. Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch die massenhafte Kopie von Kunstwerken durch das GCHQ entsteht geht in die Milliarden, die Urheber werden um ihre Existenzgrundlage gebracht. Dieser Kostenlos-Mentalität ist unbedingt Einhalt zu gebieten.

Gegen Kritik an seiner Abmahnaktion verwahrt sich der erfahrene Medienanwalt:

Es ist absolut legitim, die sich bietenden rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Sollte jemand auch nur auf den Gedanken kommen, mich deshalb als “Abmahnanwalt” zu denunzieren, so kann er sich auf eine saftige Abmahnung gefasst machen.

10 Kommentare

  1. 1
    Klaus Günther

    Mein Gott, sind diese Blogs von dir schlecht!!!

  2. 2

    […] Ich befasse mich seit einem Jahrzehnt mit der Welt der Geheimdienste, die noch seltsamer als die des Landgerichts Hamburg ist. Gestern habe ich mal beides verbunden und das britische GCHQ abgemahnt, weil ich Grund zu der Annahme haben, dass die ein Kunstwerk von mir mitgeschnorchelt und gespeichert haben. Eine Stellungnahme von mir findet sich hier. […]

  3. 3

    Die selbstauferlegte Einschränkung, Sarkasmus als politisches Stilmittel nicht mehr einzusetzen, hat ja nicht allzu lange vorgehalten. Trotzdem, mir gefällt’s, da es den politischen Irrsinn dieser Tage mit dem Humor kommentiert, der einem nicht verlorengehen darf.

  4. 4

    Bitte erkläre, was Du mit dieser Abmahnung bewirken willst. Auf den ersten Blick scheint es, Du willst damit Geld eintrieben. Aber da steckt doch mehr hinter, oder?

  5. 5

    […] «Ich befasse mich seit einem Jahrzehnt mit der Welt der Geheimdienste, die noch seltsamer als die des Landgerichts Hamburg ist. Gestern habe ich mal beides verbunden und das britische GCHQ abgemahnt, weil ich Grund zu der Annahme haben, dass die ein Kunstwerk von mir mitgeschnorchelt und gespeichert haben. Eine Stellungnahme von mir findet sich hier.» […]

  6. 6
    Karl Pollewetzer

    na wenn das mal keine Fake-Abmahnung ist, nur um dem GCHQ eins auszuwischen…!?
    Es wäre vielleicht an der Zeit, dieses Kunstwerk, nur aus Beweisgründen, mal zu veröffentlichen…? – Oder nein! – Das gehört ja wohl sogar mit zu dem Plan.. – Nur wie soll dieses Kunstwerk in dem Datenbestand gefunden werden?
    Bevor der mutige Anwalt hier Zugriff erlangt, wird es entweder als “streng geheim” eingestuft oder gelöscht…

    Also wohl nur PR?

  7. 7

    Hallo Herr Kampa,
    besteht vielleicht die Möglichkeit, Abmahnungen, wie die jetzt versendete, zu bündeln und zu einer massiven Abmahnwelle aufzublähen.
    Nach meinen bescheidenen Erfahrungen der letzten Jahre unterstützen weite Teile der deutschen Politik und Gerichte sehr gerne Massenabmahnungen.
    Ich würde mich auch gerne selbst einbringen, weiß nur nicht so genau, wie ich das bewerkstelligen könnte. Vorschläge jeglicher Art prüfe ich gerne.

    In diesem Sinne

    H.P.Barkam

  8. 8

    Eine sehr hintersinnige Aktion. Glückwunsch und vielen Dank für diese Idee!

  9. 9

    Genau genommen hat das FBI auch noch Material im Besitz, von dem das Copyright ausschließlich bei mir liegt.
    Es handelt sich dabei um selbst produzierte Bilder und Animationen die ich seinerzeit bei Megaupload gehostet hatte. Wie sieht die Rechtslage da eigentlich aus? Und muss ich, weil der Host-Server ja in den USA stand, damit rechnen dass der britischen Abhörgeheimdienst GCHQ sich die Daten beim vorbei-rauschen abgegriffen hat?

Was denkst du?

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